Free Cashflow – Der freie Cashflow
Was ist der Free Cashflow?
Der Free Cashflow (FCF) ist der Geldbetrag, den ein Unternehmen nach Abzug aller notwendigen Investitionen in Sachanlagen (CapEx) aus seinem operativen Cashflow übrig behält. Er ist definiert als:
Mit dem freien Cashflow können Unternehmen Dividenden zahlen, eigene Aktien zurückkaufen oder Fremdverbindlichkeiten tilgen. Der Cashflow ist im Vergleich zum bilanziellen Gewinn nur schwer manipulierbar – deshalb gewichtet Finanzoo ihn im F-Score besonders hoch.
Berechnung: Free Cash Flow to the Firm (FCFF)
Der FCFF berücksichtigt Zinsen und nicht zahlungswirksame Komponenten ausgehend vom Jahresüberschuss oder vom EBIT. Es existieren mehrere Varianten, die je nach Perspektive und Fragestellung unterschiedliche Ergebnisse liefern.
Bedeutung im Finanzoo F-Score
Finanzoo setzt den Free Cashflow ins Verhältnis zum aktuellen (KFCV – Kurs-Free-Cashflow-Verhältnis). Mit einem Gewicht von 22 % ist das KFCV die stärkste Einzelkomponente im Finanzoo F-Score. Ein negativer Free Cashflow über längere Zeiträume führt zu Punktabzügen.
Kapitalfluss und seine Bedeutung
Der Kapitalfluss bezeichnet die Bewegung von Geldmitteln zwischen verschiedenen Wirtschaftssubjekten. Er umfasst alle Zu- und Abflüsse von Geld und ist ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Dynamik. Kapitalflüsse treten in verschiedenen Formen auf:
- Direkte Investitionen: Investitionen in Tochtergesellschaften oder Aktienkäufe
- Portfolioinvestitionen: Investitionen in Aktien oder Anleihen
- Kredite: Verleihung von Geldmitteln gegen Zinsen
- Devisenhandel: Kauf und Verkauf von Währungen
Warum ist der FCF so wichtig?
Im Gegensatz zum bilanziellen Gewinn lässt sich der Cashflow kaum durch Bilanztricks verzerren. Er zeigt, wie viel Geld ein Unternehmen tatsächlich erwirtschaftet. Wachstumsunternehmen mit positivem FCF sind finanziell unabhängiger und können ohne Kapitalerhöhungen investieren.